Cross-Docking (Umschlagslagerung)
Kurze Antwort
Logistikverfahren, bei dem Waren direkt vom Wareneingang zum Warenausgang umgeschlagen werden, ohne dazwischen gelagert zu werden.
Das Wichtigste in Kürze
- Vorkommissioniertes Cross-Docking: Die Waren treffen bereits für den Endkunden oder die Filiale vorkommissioniert ein (die ASN definiert das finale Ziel).
- Umkommissioniertes Cross-Docking: Die Waren treffen als Bulk-Ware ein und werden erst im Cross-Docking-Punkt basierend auf den parallel eingegangenen Aufträgen den Zielsendungen zugeordnet.
Definition
Cross-Docking ist eine Logistikstrategie, bei der die am Dock angelieferten Waren innerhalb von 24 Stunden umgeschlagen und versendet werden, ohne eine Einlagerung in den Kommissionierbereich zu durchlaufen. Dies reduziert die Lagerhaltungskosten und die Lieferzeiten (Lead Times) drastisch.
Zwei Arten
- Vorkommissioniertes Cross-Docking: Die Waren treffen bereits für den Endkunden oder die Filiale vorkommissioniert ein (die ASN definiert das finale Ziel).
- Umkommissioniertes Cross-Docking: Die Waren treffen als Bulk-Ware ein und werden erst im Cross-Docking-Punkt basierend auf den parallel eingegangenen Aufträgen den Zielsendungen zugeordnet.
Operative Voraussetzungen
- Ein WMS mit nativer Cross-Dock-Funktionalität.
- Erhalt von ASNs (Lieferavis) mindestens 6 Stunden vor Ankunft.
- TMS-Koordination zur präzisen Steuerung der Zeitfenster (Time Slots).
- Hallenlayout mit dedizierter Cross-Dock-Zone (gegenüberliegende Tore zur Wegeoptimierung).
Aktualisiert:
Häufige Fragen
Ist Cross-Docking für jedes Unternehmen geeignet?+
Es eignet sich am besten für die Distribution von Schnelldrehern mit standardisierten SKUs. Bei kundenspezifischen Produkten oder Waren mit kurzem Mindesthaltbarkeitsdatum ist eine extrem hohe Prozessdisziplin erforderlich.
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Verwandte Begriffe
WMS (Warehouse Management System)
Das System zur Orchestrierung physischer Lagerprozesse: Wareneingang, Einlagerung, Kommissionierung, Verpackung und Versand.
LogistikASN / DESADV (Elektronisches Lieferavis)
Digitale Versandanzeige via EDI, die vor Eintreffen der Ware beim Händler gesendet wird und Palette, Charge sowie Mengen detailliert beschreibt.
LogistikFulfillment (Auftragsabwicklung)
Der gesamte Prozess von der Bestellung bis zur Lieferung: Wareneingang, Lagerung, Kommissionierung, Verpackung, Versand und Retourenmanagement.