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Vertrieb

Win-Rate (Abschlussquote)

Kurze Antwort

Der Anteil der gewonnenen Opportunities an allen abgeschlossenen Verkaufschancen - der zentrale Indikator für die Qualität des Vertriebsprozesses und der Qualifizierung.

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine sehr niedrige Quote deutet meist auf eine schwache Qualifizierung zu Beginn der Pipeline hin
  • Eine sehr hohe Quote (über 60 % im B2B) lässt oft darauf schließen, dass Verkaufschancen erst dann im System erfasst werden, wenn der Abschluss bereits so gut wie sicher ist
  • Der aussagekräftigste Vergleich erfolgt nach Segmenten, Lead-Quellen und Vertriebsmitarbeitern - nicht als Gesamtwert

Die Formel

Win-Rate = Gewonnene Deals / (Gewonnene + Verlorene Deals) × 100. Die Berechnung erfolgt auf Basis abgeschlossener Opportunities, nicht der gesamten Pipeline, da die Kennzahl sonst durch noch offene Deals verwässert wird.

Interpretation der Werte

  • Eine sehr niedrige Quote deutet meist auf eine schwache Qualifizierung zu Beginn der Pipeline hin
  • Eine sehr hohe Quote (über 60 % im B2B) lässt oft darauf schließen, dass Verkaufschancen erst dann im System erfasst werden, wenn der Abschluss bereits so gut wie sicher ist
  • Der aussagekräftigste Vergleich erfolgt nach Segmenten, Lead-Quellen und Vertriebsmitarbeitern - nicht als Gesamtwert

Maßnahmen zur Verbesserung

Konsequent angewandte Qualifizierungskriterien, die verpflichtende Angabe von Verlustgründen (Loss Reasons) und die regelmäßige Analyse der häufigsten Ablehnungsursachen.

Beispiel aus der Praxis

Ein B2B-Dienstleister ermittelte eine Win-Rate von 47 % bei Empfehlungs-Leads und nur 9 % bei bezahlten Kampagnen. Durch die Umverteilung des Budgets stieg die Gesamtquote innerhalb von zwei Quartalen von 21 % auf 33 %.

Aktualisiert:

Häufige Fragen

Welche Win-Rate ist im B2B-Bereich normal?+

Im Neukundengeschäft liegt sie typischerweise zwischen 20 % und 35 %, bei Bestandskunden deutlich höher. Der absolute Wert ist weniger wichtig als der Trend bei gleichbleibendem Qualifizierungsprozess.

Warum ist die Erfassung des Verlustgrundes so wichtig?+

Ohne diese Daten lassen sich Preis, Produktmängel, Timing und Wettbewerbsdruck nicht voneinander trennen - die daraus resultierenden Korrekturmaßnahmen unterscheiden sich jedoch grundlegend.

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