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Logistik

Ladenhüter (Dead Stock)

Kurze Antwort

Waren, die über einen langen Zeitraum unverkauft bleiben, Kapital sowie Lagerplatz binden und kaum Aussicht auf einen regulären Abverkauf bieten.

Das Wichtigste in Kürze

  • Einkauf nach Intuition statt auf Basis von Echtzeit-Bedarfsdaten
  • Saisonale Produkte, die nach Saisonende im Bestand verbleiben
  • Sortimentsfehler oder Produkte, die durch neuere Versionen ersetzt wurden
  • Zu hohe Mindestbestellmengen (MOQ) bei Lieferanten

Was ist Dead Stock?

Dead Stock (Ladenhüter) bezeichnet Warenbestände, die sich über einen längeren Zeitraum (z. B. 6-12 Monate) nicht bewegt haben und bei denen ein Verkauf zum regulären Preis unwahrscheinlich ist. Dieser Bestand bindet Kapital, belegt wertvolle Kommissionierplätze und birgt das Risiko von Verderb oder technologischer Obsoleszenz.

Warum Ladenhüter entstehen

  • Einkauf nach Intuition statt auf Basis von Echtzeit-Bedarfsdaten
  • Saisonale Produkte, die nach Saisonende im Bestand verbleiben
  • Sortimentsfehler oder Produkte, die durch neuere Versionen ersetzt wurden
  • Zu hohe Mindestbestellmengen (MOQ) bei Lieferanten

Die versteckten Kosten

Dead Stock verursacht kontinuierliche Kosten: gebundenes Kapital, Lagermiete, Versicherung und Handling. Oft übersteigen diese Kosten den Verlust aus einer schnellen Liquidation. Die Grundregel lautet: Lieber sofort liquidieren, als dauerhaft Lagergebühren für unverkäufliche Ware zu zahlen.

Wie CRMconnect unterstützt

CRMconnect identifiziert automatisch Bestände mit Null- oder Niedrigrotation pro SKU, markiert Kandidaten für Abverkauf oder Promotionen und verhindert künftigen Aufbau durch bedarfsgesteuerte Nachbevorratung anstelle von Bauchgefühl.

Beispiel aus der Praxis

Ein Händler entdeckte Ladenhüter bisher erst bei der jährlichen Inventur. Mit dem Rotations-Reporting in CRMconnect werden Produkte ohne Absatz seit über 6 Monaten nun monatlich gemeldet; proaktive Liquidationen setzten im ersten Jahr 400 qm Lagerfläche und ca. 150.000 EUR an Liquidität frei.

Aktualisiert:

Häufige Fragen

Wann gilt Bestand offiziell als 'Dead Stock'?+

Es gibt keinen universellen Schwellenwert, üblich sind jedoch 6 bis 12 Monate ohne Warenbewegung. Definieren Sie den Schwellenwert pro Kategorie: Saisonware und Standardartikel haben unterschiedliche Zeithorizonte.

Was kann man gegen Ladenhüter tun?+

Optionen sind: Preisreduzierter Abverkauf (Liquidation), Bündelung mit Schnelldrehern, Rückgabe an Lieferanten (falls vertraglich möglich), Spenden (steuerliche Vorteile prüfen) oder als letzte Instanz die Abschreibung. Schnelles Handeln ist entscheidend.

Wie lässt sich der Aufbau von Dead Stock verhindern?+

Durch bedarfsorientierte Beschaffung, kontinuierliches Monitoring der SKU-Rotation, realistisch ausgehandelte Mindestbestellmengen (MOQ) und die frühzeitige Kennzeichnung von Produkten mit sinkender Umschlagshäufigkeit.

Wo CRMconnect ansetzt

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