VRM - relația cu furnizorii

Lieferantenbewertung: Messbare Kriterien und eine wartbare Scorecard

Eine effektive Lieferanten-Scorecard nutzt ausschließlich Kriterien, die aus vorhandenen Prozessdaten berechnet werden: Liefertermintreue, Mengen- und Qualitätskonformität bei Wareneingängen sowie Preisstabilität. Subjektive Kriterien sollten lediglich als ergänzende Anmerkungen geführt werden, um die Objektivität der Bewertung und die Vergleichbarkeit der Lieferantenleistung sicherzustellen.

Lieferantenbewertungen scheitern oft an einem einfachen Grund: Sie fordern Daten ein, die niemand systematisch erfasst. Ein einmal jährlich aus dem Gedächtnis ausgefüllter Fragebogen liefert Ergebnisse, die keine fundierten Entscheidungen ermöglichen.

Die Alternative ist der umgekehrte Weg: Nutzen Sie die Daten, die bereits in Ihrem System vorhanden sind, um ein objektives Bild der Lieferantenperformance zu zeichnen.

Kurz gefasst

  • Termintreue: Abgleich zwischen bestätigtem Lieferdatum und tatsächlichem Wareneingang.
  • Mengentreue: Differenzen zwischen Bestellung und physischer Vereinnahmung.
  • Dokumentenkonformität: Korrekte Rechnungen (§ 14 UStG) und Lieferscheine beim ersten Versuch.
  • Preisstabilität: Häufigkeit und Ausmaß von Preisänderungen im Zeitverlauf.
  • Reaktionsgeschwindigkeit: Zeitspanne bis zur Bereitstellung einer akzeptierten Lösung bei Vorfällen.

Gewichtung: Nicht alle Kriterien wiegen gleich schwer

Für einen Rohstofflieferanten dominiert die Qualitätskonformität. Bei C-Teilen stehen Verfügbarkeit und Preis im Vordergrund. Die Gewichtungen müssen pro Lieferantenkategorie festgelegt werden, nicht global. Andernfalls verwässert der Score zu einem Durchschnittswert, der keine differenzierte Steuerung erlaubt.

Maßnahmen aus den Ergebnissen ableiten

Eine Scorecard ohne Konsequenz ist lediglich Reporting. Typische Maßnahmen umfassen die Anpassung von Allokationsmengen, strukturierte Performance-Gespräche, den Aufbau von Zweitlieferanten oder die Neugestaltung von Konditionen.

  • Sinkender Score über zwei Perioden: Formales Klärungsgespräch einleiten.
  • Wiederholte Mängel bei derselben Fehlerart: Verbindlicher Maßnahmenplan mit Fristsetzung.
  • Strategischer Lieferant ohne Alternative: Einstufung als Versorgungsrisiko, nicht nur als kommerzielles Thema.

Woher die Daten stammen

In CRMconnect generieren Bestellungen, Lieferantenbestätigungen und Dokumente, die über das Portal oder EDI eingehen, die notwendige Datenbasis ohne manuellen Aufwand. Wareneingangsdaten aus dem ERP (z. B. SAP Business One oder DATEV) vervollständigen die quantitative Analyse.

Kriterien, Datenquelle und Frequenz

KriteriumDatenquelleFrequenz
TermintreueBestätigtes Datum vs. WareneingangMonatlich
MengentreueDifferenz Bestellung zu VereinnahmungMonatlich
BelegkorrektheitAbgelehnte Rechnungen/LieferscheineMonatlich
PreisstabilitätHistorie der PreislistenQuartalsweise
Reaktion auf VorfälleOffene Tickets/Anfragen im PortalQuartalsweise

Häufige Fragen

So sieht es in CRMconnect aus

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