Konsignationslager (Consignment Stock)
Kurze Antwort
Waren, die sich physisch beim Käufer befinden, aber bis zur tatsächlichen Entnahme oder zum Verkauf im Eigentum des Lieferanten bleiben.
Das Wichtigste in Kürze
- Der Lieferant liefert die Konsignationsware (kein Eigentumsübergang bei Lieferung)
- Der Käufer meldet den Verbrauch oder die Abverkäufe in regelmäßigen Abständen
- Die Rechnungsstellung erfolgt über die verbrauchte Menge (häufig per Gutschriftsverfahren)
- Der verbleibende Bestand wird bei Bedarf aufgefüllt oder an den Lieferanten zurückgegeben
Was ist ein Konsignationslager?
Ein Konsignationslager umfasst Waren, die vom Lieferanten geliefert und beim Käufer gelagert werden, jedoch bis zur Entnahme oder zum Weiterverkauf im Eigentum des Lieferanten verbleiben. Der Käufer zahlt nur für die Mengen, die er tatsächlich verbraucht oder verkauft.
Funktionsweise des Konsignationsmodells
- Der Lieferant liefert die Konsignationsware (kein Eigentumsübergang bei Lieferung)
- Der Käufer meldet den Verbrauch oder die Abverkäufe in regelmäßigen Abständen
- Die Rechnungsstellung erfolgt über die verbrauchte Menge (häufig per Gutschriftsverfahren)
- Der verbleibende Bestand wird bei Bedarf aufgefüllt oder an den Lieferanten zurückgegeben
Bedeutung für Unternehmen
Konsignationslager reduzieren die Kapitalbindung und das Überbestandsrisiko des Käufers, während der Lieferant eine permanente Warenverfügbarkeit am Point of Sale sicherstellt. Dies erfordert eine präzise Bestandsführung nach Eigentumsverhältnissen gemäß GoBD.
Unterstützung durch CRMconnect
Das CRMconnect WMS verwaltet Konsignationsbestände getrennt nach Eigentümern, meldet Verbräuche über das B2B-Portal oder per EDI an den Lieferanten und stößt die korrekte Fakturierung an - ohne Vermischung der Eigentumsverhältnisse in der Inventur.
Beispiel aus der Praxis
Ein Ersatzteilhersteller unterhält Konsignationslager bei 20 Kfz-Werkstätten. Mit dem CRMconnect WMS wird jede Entnahme automatisch erfasst, die Rechnung basierend auf dem Echtverbrauch erstellt und die Nachlieferung bei Erreichen des Mindestbestands ausgelöst.
Aktualisiert:
Häufige Fragen
Wer ist Eigentümer der Ware im Konsignationslager?+
Der Lieferant, bis zur tatsächlichen Entnahme oder zum Verkauf durch den Käufer. Daher muss die Ware im WMS und in der Buchhaltung (z. B. DATEV oder SAP) separat nach Eigentümern geführt werden.
Was ist der Unterschied zwischen Konsignation und VMI?+
VMI (Vendor Managed Inventory) bezieht sich auf die Bestandssteuerung (der Lieferant entscheidet über die Nachfüllung); Konsignation bezieht sich auf die Eigentumsverhältnisse (die Ware bleibt Eigentum des Lieferanten). Beide Konzepte werden oft kombiniert.
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Verwandte Begriffe
VMI (Vendor Managed Inventory)
Der Lieferant steuert den Warenbestand beim Kunden oder im Regal - Bestellungen werden automatisiert bei Schwellenwerten ausgelöst, statt manuell beauftragt zu werden.
FinanzenGutschriftsverfahren (Self-billing)
Ein Abrechnungsverfahren, bei dem der Leistungsempfänger (Käufer) die Rechnung im Namen des Lieferanten auf Basis des Wareneingangs erstellt.
B2B-HandelSupplier Portal (Lieferantenportal)
Eine Plattform, über die Lieferanten Bestellungen einsehen, Termine bestätigen, Lieferavise (ASNs) und Rechnungen senden sowie Zahlungen verfolgen.
LogistikLagerumschlagshäufigkeit (Inventory Turnover)
Kennzahl für die Kapitaleffizienz, die angibt, wie oft der gesamte Lagerbestand in einem Zeitraum verkauft und ersetzt wurde.