Ein KMU verfügt weder über das Budget noch über die Geduld für langwierige IT-Großprojekte. Es hat jedoch einen entscheidenden Vorteil: Prozesse können schnell und ohne starre Gremien angepasst werden. Die Implementierung muss diesen Vorteil konsequent nutzen.
Praxisregel: Wenn das Team im ersten Monat keinen konkreten Zeitgewinn spürt, wird das Projekt scheitern - unabhängig von der Qualität der Software.
Kurz gefasst
- Erster Monat: Firmen, Kontakte, Pipeline, Aktivitäten, Angebote.
- Wenige, klare Phasen - vier oder fünf statt zwölf Stufen.
- Ein interner Projektverantwortlicher mit Entscheidungsbefugnis.
- Sauberer Datenimport: Lieber 300 korrekte Kunden als 3.000 Duplikate.
- Erweiterungen (Automatisierung, Portale, EDI) erst in Phase zwei.
Realistisches Budget für den Mittelstand
Das Budget setzt sich aus drei Komponenten zusammen: dem monatlichen Abo pro Nutzer (ab 12 EUR), der Implementierungsgebühr (Konfiguration, Import, Training) und eventuellen nativen Modulen. Die am häufigsten unterschätzte Komponente ist die Bereinigung der Altdaten aus DATEV oder Excel.
Häufige Fehler in KMU-Projekten
Diese Fehler führen regelmäßig zu blockierten Projekten:
- Das System wird gekauft, aber es wird keine Zeit für die initiale Konfiguration reserviert.
- Alle vorhandenen Excel-Listen werden mitsamt Fehlern und veralteten Daten importiert.
- Es werden komplexe Berichte gefordert, bevor eine konsistente Dateneingabe etabliert ist.
- Es wird nicht festgelegt, wer für die Datenqualität und GoBD-Konformität verantwortlich ist.
Häufige Fragen
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